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Abendvisite in Emsdetten

Immer an einem Donnerstag um 19.00 Uhr in Emsdetten

02. November 2017: Leben über dem normalen Energieniveau – Stress als Auslöser vieler Erkrankungen

Stress ist Auslöser von vielen Erkrankungen. Der Referent informiert rund um das Thema Stress. Er sagt sogar: Stress tötet! Deshalb geht er auf die Ursachen von Stress ein und auf die Faktoren, die Stress auslösen. Stress kann jeden treffen und ist auch keine Frage des Alters, der Herkunft oder des Berufs. Es gibt Antworten auf die Fragen: Stress- was macht er mir? Was ist Stress eigentlich? Was passiert bei Stress in unserem Körper? Neben den Antworten auf diese Fragen wird der Referent auch auf die Vermeidungsstrategien von Stress eingehen. Gleichzeitig kann jeder Teilnehmer praktische Tipps zu Entspannung ausprobieren.

Referent: Dr. med. Maximilian Bunse Arzt in der betrieblichen Gesundheitsförderung bei der AOK NORDWEST

07. Dezember 2017: Akute Verwirrtheit im Alter (Delir)

Die akute Verwirrtheit, auch Delir genannt, ist häufig bei älteren bis hoch betagten Patienten im Krankenhaus anzutreffen. Die Häufigkeit kann in Zahlen bei 30 bis 60 % der über 80jährigen beziffert werden.

Ein Fallbeispiel aus dem klinischen Alltag führt in die Problematik ein. Es folgt im Anschluss eine Darstellung der Symptome sowie eine Aufarbeitung der verschiedenen Formen. In Abgrenzung zur chronischen Verwirrtheit ( Demenz )  wird kurz auf die Unterscheidungskriterien eingegangen.

Die vielfältigen möglichen Ursachen eines Delirs werden erörtert. Insbesondere wird auf den Einsatz von Medikamenten eingegangen. Abschließend erfolgt eine Darstellung der Behandlungsmöglichkeiten.

Referent:Leitender Arzt Christoph J. Konermann (Geriatrische Frührehabilitation)

Veranstaltungsort: Bilddungsinstitut für soziale Gerontologie und Ehrenamt, Mühlenstr. 31 in Emsdetten

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Abendvisite in Emsdetten: Nachlese

Hier können Sie Informationen zu vergangenen Veranstaltungen der Reihe "Abendvisite" nachlesen.
Arthrose kann man nicht rückgängig machen
„Wann darf ich nach der Operation wieder Autofahren?“ „Wie lange muss ich nach meiner Herzoperation warten, bis ich ein künstliches Knie bekommen kann?“ „Helfen Gewürzmischungen gegen Schmerzen im Knie?“ Dr. Andrea Pokorná und Hans-Ulrich Sembowski beantworteten im Rahmen der Abendvisite viele Fragen rund um das Thema Gelenkersatz bei Hüft- und Kniegelenksleiden. Die beiden Oberärzte arbeiten als Chirurgen am UKM Marienhospital Steinfurt. Sie sind Operateure im zertifizierten Endoprothetikzentrum am Steinfurter Krankenhaus.

Der Verschleiß des Knorpels in den Gelenken ist die Ursache für Gelenkschmerzen. Schwindet der Knorpel, so reiben die knöchernen Flächen des Gelenks aneinander. Das Fachwort für diesen Verschleiß lautet Arthrose. Sembowski: „Ist der Knorpel erst einmal angegriffen oder sogar verschlissen, so kann man das nicht mehr rückgängig machen, auch nicht mit Gewürzmischungen.“ Wie komplex die Gelenkerkrankungen sein können, zeigte Pokorná in ihrem Vortrag auf.

Sie nannte drei Ziele der Behandlung von Gelenkschmerzen: Schmerzen reduzieren und Beweglichkeit erhöhen, Operation verhindern. Zu den Behandlungskonzepten gehören Gewichtsreduktion und geeignete Sportarten sowie die medikamentöse Therapie. „Erst wenn diese Behandlungsformen nicht mehr greifen, empfehlen wir den Einsatz von künstlichen Gelenken“, so Pokorná.

Für den Eingriff muss der Patient vorbereitet sein. Im Rahmen der Vorgespräche wird geklärt, ob weitere Erkrankungen vorliegen. Ist das Herz geschwächt, oder wenn ein Patient Medikamente zur Blutverdünnung nimmt, so werden vor der Operation die notwendigen Maßnahmen ergriffen, damit der Gelenkersatz sicher erfolgen kann. In einigen Fällen gehört das Warten zu den notwendigen Maßnahmen, wie zum Beispiel nach einer Herzoperation.

Nach einer Operation beginnen die Patienten sehr schnell damit, ihr neues Gelenk einzusetzen. Sie profitieren davon, dass die Schmerzen reduziert sind und erweitern Schritt für Schritt ihre Beweglichkeit. Bis zu drei Monate kann es dauern, bis ein Patient sich nach einer Knieoperation wieder ohne Gehhilfen bewegen kann. So lange sollte der Patient auf das Autofahren verzichten. „Um die Pedale des Autos richtig zu bedienen, müssen Sie die Kraft des Beins sehr gut dosieren können“, sagt Sembowski.

Die Abendvisite in Emsdetten ist eine Veranstaltungsreihe des UKM Marienhospital Steinfurt, der Stiftung St. Josef, der Familienbildungsstätte Steinfurt und der AOK Nord-West. Sie findet immer am ersten Donnerstag eines Monats um 19.00 Uhr im Seminarraum „Denkfabrik“ des Bildungsinstitut für soziale Gerontologie und Ehrenamt, Mühlenstr. 31 in Emsdetten statt.
Reise von den Fingerspitzen zur Schulter

Wenn beim Fahrrad fahren die Finger kribbeln oder sogar taub werden, verliert die Pättkestour ihre Unbeschwertheit. Andere kennen das Kribbeln und die Taubheitsgefühle in den Fingern als nächtliche Ruhestörung: Der erholsame Schlaf wird unterbrochen. Im Rahmen der Abendvisite nahm Dr. Patrick Julius seine Zuhörer mit auf eine Reise von den Fingerspitzen zur Schulter. Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in den Fingern, im Arm oder in der Schulter können lokale Ursache haben oder sie sind Anzeichen einer komplexeren Erkrankung.

„Das Zusammenspiel von Knochen, Muskeln, Nerven und Sehnen gibt uns einen großen Bewegungsspielraum,“ so Julius. Verschleiß (Arthrose), Unfall-verletzungen aber auch unnatürliche Körperhaltungen können zu Beschwerden und großen Schmerzen führen. Julius legt großen Wert darauf, im Gespräch mit dem Patienten genau nach den Ursachen der Erkrankung zu suchen. Er fragt, bei welchen Bewegungen die Beschwerden auftreten. So kann er klären, ob die Beschwerden auf eine einzelne Körperregion der oberen Extremität beschränkt sind, oder ob sie aus dem komplexen Zusammenspiel verschiedener Körperregionen herrühren. Diagnostische Methoden wie zum Beispiel ein Röntgenbild können den Untersuchungsbefund absichern. Julius stellte verschiedene Krankheitsbilder vor. Dazu gehörten die Kalkschulter, der Tennisarm und der Springfinger. Medikamente und physikalische Maßnahmen sind für den Orthopäden die ersten Therapieformen, die er seinen Patienten empfiehlt. Julius: „Erst wenn diese konservativen Therapiemaßnahmen ausgeschöpft sind und keinen Erfolg bringen, kommen operative Verfahren in Frage.“ Julius führt die meisten dieser Eingriffe am Steinfurter Krankenhaus selbst durch. Zum Spektrum gehören minimalinvasive Operationsverfahren aber auch der Gelenkersatz.

Die Abendvisite in Emsdetten ist eine Veranstaltungsreihe des UKM Marien-hospital Steinfurt, der Stiftung St. Josef, der Familienbildungsstätte Steinfurt und der AOK Nord-West. Sie findet immer am ersten Donnerstag eines Monats um 19.00 Uhr im Seminarraum „Denkfabrik“ des Bildungsinstitut für soziale Gerontologie und Ehrenamt, Mühlenstr. 31 in Emsdetten statt.

„Nehmen Sie Ihre Füße in die Hände“

Ungefähr 10.000 Schritte geht ein Mensch pro Tag. Die Füße leisten dafür täglich Schwerstarbeit. Knochen, Gelenke, Bänder und Muskeln bilden ein komplexes Gefüge und dank ihres Zusammenspiels ermöglichen sie dem Menschen nicht nur dynamische Bewegung. Die Füße federn Gewicht ab, sie dämpfen Stöße und balancieren den Körper immer wieder aus, sodass er stabil steht.

In der Veranstaltungsreihe „Abendvisite in Emsdetten“ stand Anfang März „Wissenswertes über den Fuß“ im Fokus. Der Orthopäde Dr. med. Jens Groß sieht in seiner täglichen Arbeit immer wieder Patienten, die über schmerzende Füße klagen. Oft hätten die Patienten schon eine längere Leidensgeschichte hinter sich, wenn sie ihn aufsuchen. Insbesondere die Auswirkungen von im Lebenslauf erworbenen Veränderungen des Fußes zeigen erst schleichend. Groß: „Der Übergang zwischen normal entwickelten Füßen und krankhaften Veränderungen ist fließend.“ Groß stellte verschiedene Krankheitsbilder der Füße vor. Zu deren Behandlung werden im ersten Schritt häufig Schuheinlagen eingesetzt. Das Ziel dieser konservativen Therapiemaßnahme ist es, die Füße so zu betten, dass die Symptome gelindert werden. Ist die Fehlbildung weit fortgeschritten, so werden gemeinsam mit dem Patienten weitere Therapieoptionen besprochen. Groß: „Wenn ein operativer Eingriff unumgänglich ist, kläre ich meine Patienten auch darüber auf, dass die Nachbehandlung bis zu einem Jahr dauern kann.“ Der Eingriff sei komplex und immer müsse ein auf den Einzelfall angelegtes Therapiekonzept umgesetzt werden. Er rate seinen Patienten, einen langen Atem zu haben und die vom Operateur vorgeschlagene Nachbehandlung konsequent einzuhalten.

Am Ende des Behandlungsprozesses sei zu erwarten, dass die Beschwerden reduziert sind. Auch könnten Bewegungseinschränkungen aufgehoben werden oder das Gangbild des Patienten wieder verbessert werden.

„Nehmen Sie Ihre Füße in die Hände“, empfahl Groß zum Schluss. Mit einfachen Übungen könne jeder dazu beitragen, die Beweglichkeit der Füße zu erhalten.

Die Abendvisite in Emsdetten ist eine Veranstaltungsreihe des UKM Marien-hospital Steinfurt, der Stiftung St. Josef, der Familienbildungsstätte Steinfurt und der AOK Nord-West. Sie findet immer am ersten Donnerstag eines Monats um 19.00 Uhr im Seminarraum „Denkfabrik“ des Bildungsinstitut für soziale Gerontologie und Ehrenamt, Mühlenstr. 31 in Emsdetten statt.

Wenn die Lebensqualität „in die Knie geht“ - Künstliche Gelenke können Lebensqualität verbessern.

Gelenkschmerzen an Knie oder Hüfte entwickeln sich meistens langsam. Viele Betroffene arrangieren sich lange Zeit mit den Einschränkungen. Doch wenn die Lebensqualität zu sehr leidet, dann empfiehlt Facharzt Dr. med. Christoph Schulte auch über künstlichen Gelenkersatz nachzudenken.

Schulte ist niedergelassener Orthopäde. Er kennt die Beschwerden seiner Patienten genau: „Wenn wir Münsterländer nicht mehr Rad fahren können, weil wir den Schmerz beim Auf- und Absteigen vermeiden wollen, dann geht uns ein echtes Stück Lebensqualität verloren.“ Im Rahmen der Abendvisite in Emsdetten informierte Schulte über die Chancen des Gelenkersatzes am Knie und an der Hüfte. Sehr ausführlich schilderte er, was die Betroffenen erwartet, wenn sie sich für eine Operation entscheiden. Die Besucher der Veranstaltung konnten verschiedene Prothesen nicht nur ansehen, sondern auch in die Hand nehmen. Das vermittelte einen Eindruck von der Funktionsweise der künstlichen Gelenke. Schulte stellte die Unterschiede zwischen dem zementierten und dem zementfreien Einbau der Prothesen vor. Für die Besucher der Abendvisite war außerdem interessant, wie lange es dauert, bis die Betroffenen wieder ein aktives Leben führen können. „Die Prothese selbst kann nach dem Eingriff sehr schnell wieder belastet werden“, antwortete Schulte. Und weiter: „Doch einige müssen sich an das Laufen erst wieder gewöhnen.“ Auch die Wundheilung gehört zu den begleitenden Faktoren, die die schnelle Belastbarkeit des Knies oder der Hüfte einschränken.

Für Schulte ist klar, dass Patienten von Versorgungsstrukturen profitieren, die ineinandergreifen. Deshalb würde zum Beispiel mit jedem Patienten geklärt, ob er im Anschluss an die Operation in eine Reha-Klinik fährt, oder ob eine ambulante Reha vor Ort für den Heilungsprozess optimaler ist. Ein weiteres Beispiel für die Vernetzung von Versorgungsstrukturen sieht Christoph Schulte in seiner täglichen Arbeit: In seiner orthopädischen Praxis in Rheine behandelt er seine Patienten mit konservativen Therapieverfahren. Gleichzeitig führt er die operativen Eingriffe im UKM Marienhospital Steinfurt durch.

Zum Schluss gab Christoph Schulte den Zuhörern noch zwei Tipps. „Haben Sie immer Ihren Prothesenausweis dabei!“ Der sei sogar wichtiger als der Personalausweis. Außerdem empfahl er den Betroffenen, die Prothese jedes Jahr prüfen zu lassen, damit Verschleißerscheinungen erkannt werden. So könnten rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um die Mobilität mit dem künstlichen Gelenk zu sichern.

Ansprechpartner:

Referat Öffentlichkeitsarbeit
Stephan Schonhoven
Mauritiusstr. 5
48565 Steinfurt

Tel.: 02552 79-4090
FAX: 02552 79-1222